LUMAS Berlin – Friedrichstraße präsentiert: Werner Pawlok – Photography Paintings

LUMAS Berlin – Friedrichstraße zeigt zum ersten Mal eine exklusive Einzelausstellung des Stuttgarter Fotografen Werner Pawlok und seiner Werkreihe „Cuba-expired“, mit der er sich auf die Spuren des alten, ursprünglichen Havannas begibt. Den Besucher nimmt er mit auf seine Reise durch die verschiedenen Zeiten und Jahrzehnte, in denen Glanz, unvorstellbare Pracht und Lebensfreude aber auch Verfall und Armut nah beieinander liegen und die sehnsuchtsvolle Faszination an dieser Metropole beflügeln. Daneben sind die wunderbaren Porträt-Arbeiten seiner Serie „Photography Paintings“ zu sehen, die Pawlok zu internationalem Ruhm verhalfen und die durch ihre poetische Anmutung und Entstehungstechnik gekonnt die Grenze zwischen Fotografie und Malerei verwischen.

“House of Luisa Faxas – Havana”, © Werner Pawlok, www.lumas.de

“House of Luisa Faxas – Havana”, © Werner Pawlok, www.lumas.de

Die Patina einer einzigen Wand wirkt wie ein abstraktes Gemälde, der Zufall arrangiert dabei die Farben. Weiß-, Grün-, Braun- und Ockertöne mischen sich zu einem einzigartigen Zusammenspiel. Vergangener Glanz und unwiederbringlicher Verfall liegen ganz nah beieinander in den Havanna-Aufnahmen von Werner Pawlok, die vom morbiden Charme der alten karibischen Metropole erzählen. Würdevoll entblößen die Paläste der alten Zuckeraristokratie ihr verwittertes Antlitz. Und auch wenn die Szenerien auf den Bildern Pawloks menschenleer sind, spürt man die Vitalität der Habaneros, ihre unbändige Lebensfreude, die auf Europa stets eine große Faszination ausübt. Der bittersüße Beigeschmack einer versunkenen Welt, die dem Verfall anheim gegeben ist, schwingt leise mit.

Die Serie „Cuba-expired“ des 1953 in Stuttgart geborenen Fotografen Werner Pawlok, der 1977 als Autodidakt sein erstes Atelier gründete und zeitweilig in New York arbeitete, zeugt nicht zufällig von seinem malerischen Blick. Bekannt geworden ist Pawlok neben seinen eindringlichen schwarzweißen Polaroid-Porträts von Schriftstellern für seine Photography Paintings, Bilder, die bewusst die Grenzen zwischen Malerei und Fotografie ausloten. Als Polaroid-Transfers, wie er sie nannte, übertrug er großformatige Polaroids auf Büttenpapier oder Leinwände, die klassischen Untergründe für die Malerei.

Mit diesen Bildern sowie den Celebrity- und Modeaufnahmen und vor allem seinen 50×60 Polaroids entwickelte er über Jahrzehnte seine eigene Handschrift. Durch zahlreiche internationale Preise, Einzel- und Gruppenausstellungen mit Künstlergrößen wie Warhol, Richter, Mapplethorpe und Polke genießen Pawloks Arbeiten weltweit große Anerkennung.

Ausstellung: WERNER PAWLOK – PHOTOGRAPHY PAINTINGS
Vernissage in Anwesenheit des Künstlers: Donnerstag, 18. Oktober 2012, 19 – 21 Uhr
Ausstellungsdaten: 19. Oktober – 04. November 2012
Werner Pawlok wird zur Vernissage anwesend sein.

Quelle: www.lumas.de

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