Das Mercedes-Benz Advanced Design Studio in Como: Neuen Interieurtrends auf der Spur

Eingebunden in das globale Design-Netzwerk von Mercedes, finden die Formgestalter im Advanced Design Studio in Como ein inspirierendes Umfeld für kreative Gedanken.

Das Mercedes-Benz Advanced Design Studio in der Villa Salazar in Como

Das Mercedes-Benz Advanced Design Studio in der Villa Salazar in Como, Italien – © daimler.com

Schon immer eine gute Adresse: In der Villa Salazar in Ufernähe zum Comer See hat der italienische Modeschöpfer Gianni Versace zuvor Fliegen und Krawatten produziert, bevor im Februar 1998 dort Mercedes-Benz das Advanced Design Studio eröffnete. Mit ihren zeitgenössischen Deckengemälden, den langen Fluchten und den verschiedenen Böden aus Terrakotta und Holz ist die um 1750 erbaute Villa für die insgesamt rund 20 Designer außergewöhnlich inspirierend. Gleiches gilt für die Region: Im berühmten Dreieck zwischen den Städten Como, Mailand und Turin sind Möbelindustrie und Modewelt zu Hause. Das traditionelle Handwerk genießt dort einen hohen Stellenwert – ein ideales Umfeld für das Advanced Design Studio.

Das Mercedes-Benz Advanced Design Studio in Como, Italien

Das Mercedes-Benz Advanced Design Studio in der Villa Salazar in Como, Italien – © daimler.com

Mit den Schwesterstudios in Carlsbad (Kalifornien), Tokio, Peking und Sindelfingen tauscht das Advanced Design Studio in Como regelmäßig nicht nur Ideen, sondern auch Kreative aus. Gorden Wagener, Chefdesigner von Mercedes-Benz, ist für alle Studios verantwortlich. Neben den rund 440 Designern, die sich um das Seriendesign kümmern, arbeiten in den fünf Advanced Design Studios insgesamt mehr als 60 Designer an jenen Konzepten, die die Marke mit dem Stern bis zu einem viertel Jahrhundert in die Zukunft blicken lassen.

Forschungsfahrzeug Mercedes-Benz F800 Style - Skizze des innovativen Innenraums

Mercedes-Benz F 800 Style – Design-Skizze vom Innenraum – © daimler.com

Vielfältige Anregungen fließen in Konzepte zur Fahrzeug-Innenraumgestaltung ein – denn auf diese hat sich das Advanced Design Studio in Como spezialisiert. Die Designer können ihren Gedanken freien Lauf lassen, ohne sofort an die Serienproduktion zu denken. Was natürlich dennoch das Ziel der Ideen und Überlegungen ist. Beim so genannten „Appreciation model“ verwirklichen die Designer zunächst ihre Idealvorstellungen und suchen dann den Weg, wie diese Ideen in die Serie finden könnten. Dadurch entsteht ein stimmigeres und hochwertigeres Resultat, als wenn ein Innenraum nachträglich aufgewertet wird.

Stoff-Auswahl im Mercedes-Benz-Designprozess

Stoff-Auswahl im Mercedes-Benz-Designprozess – © daimler.com

Die Aufgaben der Kreativen in Como sind zahlreich. Sie betreiben allgemeine Recherchen, fertigen Entwürfe und bauen Modelle – und schauen dabei immer über den Tellerrand heraus, um das Autointerieur der Zukunft zu entwickeln. Eine gewisse Respektlosigkeit gegenüber dem Althergebrachten ist gewünscht, um frische Ansätze zu finden.

„Wir laufen keinen Modeerscheinungen hinterher“, sagt Gorden Wagener, Chefdesigner von Mercedes-Benz, „sondern spüren langfristige Trends auf, die über Jahrzehnte hinweg den Wert unserer Marke steigern. Ideen, die höchste Ansprüche in Technik, Leistung, Komfort und Sicherheit erfüllen.“ Ein Designer muss deswegen „in der Zukunft leben“ und mindestens zwei bis drei Fahrzeuggenerationen im Voraus denken.

Bildergalerie: Den Mercedes-Designern auf den Zeichentisch geschaut:

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Eines der ersten sicht- und greifbaren Ergebnisse des Advanced Design Studios in Como war das Interieur des Forschungsfahrzeugs Mercedes-Benz F 400 Carving (Tokio 2001). 2002 folgte in Detroit die Vision GST, ein Vorläufer der Mercedes-Benz R-Klasse, 2003 in Tokio das Forschungsfahrzeug F 500 Mind. 2005 standen in Washington das Mercedes-Benz bionic car und in Tokio das Forschungsfahrzeug F 600 HYGENIUS in der Öffentlichkeit. Bei dem im Jahr 2007 vorgestellten Forschungsfahrzeug Mercedes-Benz F 700 setzten die Interieur-Spezialisten aus Como auf Kork und Alcantara®. 2011 zeigte Mercedes-Benz mit den beiden Forschungsfahrzeugen F125! und F800 Style sowie dem Concept A-CLASS gleich drei Modelle mit Interieur-Ideen aus Como. Viele ungewöhnliche Details beim Concept
A-CLASS sind vom Flugzeugbau inspiriert. Verschiedene Bauteile wurden aufgelöst: So bestehen die Instrumententafel und die Mittelkonsole nur noch aus einer komplexen Struktur aus gebürstetem Aluminium. Ergebnis ist eine transparente, leichte, bionische Formgebung.

Quelle: daimler.com

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